566  Altsiedlung Friedrich-Heinrich, Kamp-Lintfort

Die Siedlung entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eine der größten Werkssiedlungen der Region.

Die Zeche Friedrich-Heinrich wurde auf dem platten Land gebaut. Es gab keinen Wohnraum und sollten an die Zeche gebunden werden. Die Straßen sind großzügig und geschwungen angelegt und haben viele Freiflächen mit Grünbestand. Mit ca. 76 ha ist sie die größte Werkssiedlung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes (wir haben bei unserem 4,5 km langen Weg nur einen Teil gesehen) und liegt auf der Route der Industriekultur. Die Altsiedlung wurde in den vergangenen Jahrzehnten aufwendig saniert und restauriert und ist heute eine Gartenstadt mit hoher Wohnqualität.

Der Kiosk am Markt ist denkmalgeschützt. Der Standort ist typisch für viele Trinkhallen im Ruhrgebiet. Er war seinerzeit nicht nur Verkaufsfläche für fast alles, sondern auch ein Treffpunkt. Die angrenzende Zeche Friedrich-Heinrich wird in großen Teilen zurückgebaut, also abgerissen. Die in der Nähe liegende Zeche Rossenray (gilt heute als Westpol) zeigt nur noch wenige Reste einer relativ modernen Industriearchitektur. Der „Ostpol“ ist übrigens die Zeche Königsborn in Bönen.

Unser Ausflug war gut getimed: Als wir heute Mittag gerade den Motor angelassen haben, fing es an zu regnen.

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