
167 – Zeche Waltrop + Halde Brockenscheid
Die „Zeche im Grünen“ wurde die ehemalige Zeche Waltrop genannt (damals schon ein eherner Begriff), weil das Gelände eingebettet ist in große Grünflächen (Buchen- und Eichenwälder).
Nördlich davon gibt es sogar einen „Zechenwald“. Nach der Stilllegung 1979 und dem Rückbau werden die Jugendstilbauten heute gewerblich genutzt. Die Umgebung gehört zum regionalen Grünzug des Emscher Landschaftsparks. Seinerzeit entstand die Zeche als Staatszeche Preußens, die auf angemessene Art den Staat Preußen repräsentieren sollte. Die Zentralgebäude sind selbstverständlich heute denkmalgeschützt. Der Anblick bei unserem herrlichen Vatertagswetter (kühl – aber sonnig) war wunderschön.
Südlich angrenzend wurde eine der kleinsten Halden im Revier aufgeschüttet. Sie ist nur rund 20 m hoch (über Gelände). In der Mitte steht ein besonderer Aussichtsturm. Er wurde vom Castrop-Rauxeler Künstler Jan Bormann aus 1.000 Spurlatten errichtet. Damals haben sie die Förderkörbe am Schachtrand geführt. Er wird im Volksmund einfach „Spurwerkturm“ genannt. Eine 12 m hohe Aussichtsplattform bot uns einen spannenden Blick über das Zechengelände, die Stadt Waltrop, bis hin zu Halde „Minister Achenbach“ und zum „Colani-Ufo“ in Lünen. Ein Teil der Halde wurde wie sonst üblich mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Der andere Teil jedoch wurde auf mageren Böden den heimischen Wildpflanzen überlassen und wird wissenschaftlich beobachtet.
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