
143 – Kokerei Hansa, Dortmund
Die Kokerei Hansa in Dortmund-Huckarde ist heute eine begehbare Großskulptur und bietet tiefe Einblicke in die Geschichte der Schwerindustrie der letzten 100 Jahre.
1928 wurde die Großkokerei in Betrieb genommen. Von der eigenen und den benachbarten Zechen bezog sie die Steinkohle und lieferte den daraus Koks und das Kokereigas an die Hüttenwerke. Darüber hinaus wurden aus dem dabei entstehenden Gas wichtige Grundstoffe für die chemische Industrie und die Landwirtschaft (Dünger) gewonnen.
Seit 1998 stehen die wichtigsten Produktionsbereiche der Kokerei unter Denkmalschutz. Die Anlage befindet sich in der Obhut der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur. Der Besichtigungsweg führt hoch hinaus auf den „Kohlenturm mit Panoramablick“ und zum Herzstück der Kokerei, den Ofenbatterien, in denen einst bei über 1.000 °C Steinkohle zu Koks gebacken wurde. Die Maschinenhalle wurde aufwändig rekonstruiert und mit einem einmaligen Ensemble von fünf Gaskompressoren das Aushängeschild der Anlage.
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