591 – Dreieckssiedlung, Recklinghausen

  • 2. April 2018

Mit der Inbetriebnahme der Zeche Recklinghausen II im Jahre 1884 wurde der Grundstein für die Entwicklung des heutigen Recklinghauser Stadtteils Hochlarmark gelegt.

Zwischen 1901 und 1903 entstanden in unmittelbarer Nachbarschaft zweieinhalbgeschossige Vierfamilienhäuser im Kreuzgrundriss. In den seitlich angebauten Stallbauten befanden sich zu ebener Erde Ställe, auch für Kleinvieh. Insgesamt waren die Wohnungen mir den Stallungen etwa 75 m² groß. Außerdem entstanden Zweifamilienhäuser für Zechen-Angestellte. Die Hierarchie am Arbeitsplatz zeigte sich auch in der Siedlung. Während die Bergarbeiterfamilien mit den Kostgängern auf engstem Raum zusammenlebten, verfügten die Familien der Zechenbeamten über fast die doppelte Wohnfläche. Die Anlage ist sehr großzügig angelegt mit viel Freiraum zwischen den Häuserzeilen. Nach der Privatisierung wurden die großen Gartenanlagen zur Erschließung von Garagenstraßen geteilt. Großzügig ist es aber immer noch.

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