371 – Siedlung Mausegatt, Mülheim

  • 10. August 2014

Die Siedlung sollte eigentlich den Namen der alten Mülheimer Zeche Wiesche erhalten,

wenn sie nicht einige Jahre nach ihrer Gründung ihre ursprüngliche Bezeichnung „Colonie Wiesche“ in zwei Flöznamen „Mausegatt“ und „Kreftenscheer“ geändert hätte.
Den Grundstein legte im Jahr 1899 der Mülheimer Bergwerksverein. Er hatte eine große Zahl von Arbeitern aus den Ostpreußen und Polen angeworben und musste sie und ihre Familien nun mit Wohnraum versorgen. Man fand ein Gelände in unmittelbarer Nähe der Zeche. Knapp zehn Minuten legten die Bergarbeiter mit ihren Henkelmännern von der Haustür bis zur Kaue zurück.
Die Arbeit wurde auf Zeche Wiesche durch die veralterten Anlagen noch zusätzlich erschwert. Ihre Schächte stammten noch aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und mussten immer wieder repariert und vor dem „Absaufen“ geschützt werden. So wundert es nicht, dass die Zeche den Beinamen „Elend“ erhielt.

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