212 – Herbstleuchten im Brückenkopf-Park, Jülich

  • 20. Oktober 2012

Wir haben uns heute sehr geärgert:

Wir sind Fans von Wolfgang Flammersfeld und haben schon viele seiner Installationen besucht. Sogar WDR-Fernsehen hat uns in der Dechenhöhle dazu interviewt. Also sind wir heute 125 km angereist, um auch das Herbstleuchten im Brückenkopf-Park in Jülich zu sehen und  in unserem Blog darüber zu berichten . . . aber dann

An der Kasse dann ein kleines Schild: „Für Hunde verboten“.

OK – das kann man unter Umständen ja noch verstehen (es gibt kein Alkohol-, aber Hundeverbot), da man einen Park möglichst sauber halten will (Ponys machen ja keinen Dreck und Müll gilt nicht).

Nicht verstehen kann man aber:

– Das man auf der Internetseite keinen Hinweis darüber findet (einigen anderen Hundehaltern ging es ebenso), bzw. der Hinweis so versteckt sein mag, dass man ihn nicht findet (kommt erst mal her, dann schicken euch zurück!).

– Und das ist besonders stark: Auf unsere Frage, ob wir jemand Verantwortlichen sprechen könnten blitzte die Schadensfreude aus den Augen der Kassiererin und sie lief zur Hochform auf. Sie spürte wohl plötzlich ihre Macht und schüttelte so stark den Kopf, dass ein Gebiss herausgeflogen wäre. Wir spendeten spontan Beifall.

Peinlich ist nur, dass wir einen 2 ½ Monate alten Welpen in einer Tasche mit hatten, der noch nicht einmal richtig laufen kann und wir höflich mitgeteilt und gefragt hatten, dass wir nach 125 gefahrenen Kilometern gerne jemand Verantwortlichen dazu gesprochen hätten.

Peinlich ist, wie diese Person reagierte. Wir fragen uns, ob das an der Person – oder etwa gar an der Region liegt?

So eine Reaktion haben wir noch nie erlebt. Menschen gibt es . . . jetzt schütteln wir den Kopf.

Fazit: Insgesamt sind wir 250 km gefahren – und es gibt kein einziges Foto in unserem Blog. Und – was behalten wir in unserer Erinnerung? Jedenfalls nichts Positives. Marketing geht anders!

—————————————————————————–

Es kam zu folgendem Schriftverkehr:

Antwort auf Ihre Email: Montag, 29. Oktober 2012

Guten Abend,

leider haben Sie wohl nicht wirklich verstanden, dass die Ausgrenzung von mehr als 15% der Bevölkerung (Hundehalter) wohl eher eine sportliche Übung behördlicherseits ist und wenig mit Nachdenken zu tun hat. Bei Ihren Regelungen möchte in den nächsten Tagen gerne mit einer Kuh, einem Elefanten oder andern Tieren vorbei kommen. Sie dürften mich nicht abweisen!

Was machen Sie dann – oder haben Sie (nicht persönlich) dann doch nur halb gedacht?

Bei diesem eher spaßigen Beispiel sollt es bleiben. Es galt nur aufzuzeigen, dass behördliche Vorschriften durchaus kraftmeierisch wirksam sind, aber selten wirklich aus Intelligenz geboren.

Es gibt doch andere Wege – aber das würde ein flexibles Marketing bedeuten – und wer traut sich das schon zu. Ideen dazu haben ganz viele Nichtverantwortliche dazu genug – wir auch!

In unserem Fall ging es aber noch um etwas Anderes – und das haben Sie leider ignoriert. Dieses unmögliche Verhalten einer Ihrer Mitarbeiterinnen geht in unserer Umgebung schon als abschreckendes Beispiel herum. Wir haben viel entsetzte Zuschriften und Kommentare erhalten.

Dadurch dass Sie nicht darauf eingegangen sind, scheinen Sie dieses Verhalten gar zu akzeptieren und zu decken oder zu schützen.

Das ist nun wirklich . . .

Übrigens, bis heute haben wir den Hundehinweis immer noch nicht auf Ihrer Seite gefunden. Ist aber auch egal. Darum geht es doch gar nicht.

Wir wiederholen: Marketing geht anders (Abschreckung geht so) – und wir kennen einige gelungene Beispiele.

Nein, Ihr Schreiben hat uns nicht wirklich angesprochen.

Glückauf aus Dorsten

Norbert Großer, Architekt

————————————————————

Von: Brückenkopf-Park [ Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ‚; document.write( ‚‚ ); document.write( addy_text54148 ); document.write( ‚<\/a>‘ ); //–> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ]
Gesendet: Montag, 29. Oktober 2012 14:31
An: AT4 – Norbert Großer
Betreff: Re: Ärgerlich – Herbstleuchten im Park

 

Sehr geehrte Eheleute Großer,

vielen Dank für Ihre Mail.

Es tut mir Leid, dass Sie Unannehmlichkeiten bei Ihrem Besuch im Park hatten und unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren mussten. Aber in unserem Park gilt tatsächlich ein generelles Hundeverbot. Dies ist auch auf unserer Internetseite nachzulesen. Leider können wir hier keine Ausnahme machen. Aber ich nehme Ihre Anregung gerne auf, den Hinweis auf unseren Seiten deutlicher zu platzieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dorothee Esser

Geschäftsführerin